Selbstausgesäte Blumenpracht
Samentütchen, die es in allen Fachgeschäften zu kaufen gibt, locken die Hobbygärtner mit ihren bunten Bildchen jedes Jahr aufs Neue. Die Auswahl ist riesig und auch hier kommen jährlich vielversprechende Neuzüchtungen auf den Markt. Früh im Jahr beginnt die Aussaat und damit auch die Vorfreude auf einen schön bepflanzten Garten, Balkon oder Terrasse. Blumen selbst zu säen ist kein großes Hexenwerk, allerdings ist dabei doch einiges zu beachten.
Anweisung auf Packung beachten
Auf den Samentütchen steht in den meisten Fällen eine genaue Anleitung für die Vorgehensweise bei der Aussaat. Es gibt Blumen, die in einer Vorkultur auf der Fensterbank oder in einem kleinen Gewächshaus gezogen werden, andere kann man direkt ins Freie säen. Über den Zeitpunkt der Aussaat können Sie sich in einem Aussaatkalender informieren.
Beachten Sie auch die Saattiefe. Es gibt Saatgut, das mit Erde bedeckt werden muss, anderes Saatgut wird nur leicht angedrückt. Die Samen sollten Sie immer nur in spezielle Aussaaterde ausbringen, herkömmliche Blumenerde ist bereits gedüngt, das würde den jungen Pflänzchen schaden. Bringen Sie in Erfahrung, ob die Aussaat einen dunklen Platz oder viel Licht zum keimen braucht. Ganz wichtig ist das regelmäßige und vorsichtige Wässern, damit die Saat nicht ertränkt oder auseinandergeschwemmt wird.
Besonderheiten beim Aussäen direkt ins Freie
Bei der Aussaat direkt ins Freie ist der Zeitpunkt natürlich das wichtigste Kriterium für den Erfolg. Frost und gerade sich entwickelnde Pflänzchen vertragen sich gar nicht. Sorten, die Frost gar nicht mögen, sollte man daher erst nach den Eisheiligen ins Freie säen.
Sind die Samen aufgegangen und die Pflänzchen ein Stück gewachsen, müssen Sie pikiert werden. Pikieren bedeutet vereinzeln. Die Pflänzchen werden in größere Abstände oder in ein eigenes Töpfchen versetzt. Mit einem Pikierstab lösen Sie hierzu die Pflanze vorsichtig aus der Erde und pflanzen sie in ein genügend großes Pflanzloch am neuen Platz ein. Gut andrücken und sofort wässern, fertig.
Vorgezogene Pflänzchen müssen vor dem Ausbringen ins Freie unbedingt an die Verhältnisse am neuen Standort gewöhnt werden. Also die Töpfchen mit den Pflanzen eine Woche vor Auspflanzen schon mal am neuen Standort platzieren, damit sie sich etwas an die Verhältnisse im Freien gewöhnen können. Die beste Zeit für das Ausbringen junger Pflanzen ist der Abend.